Wir sind Mitarbeiter der Firma KSC GmbH & Co.KG in Hannover.

Das KSC ist eine 100%-ige-Tochterfirma der Verlagsgesellschaft Madsack. Wir haben vor dreizehn Jahren als outgesourceter Kundenservice im Bereich Abonnement und Kleinanzeigen für die HAZ und die NEUE PRESSE sowie für die ortsansässigen Anzeigenblätter begonnen. Es handelte sich um die Annahme  der Telefonie und um die gleichzeitige Bearbeitung schriftlicher Aufträge. Damals hat jeder Mitarbeiter einen dieser Bereiche bearbeitet. In seltenen Fällen gab es sogenannte Multis, die mehrere Bereiche bearbeiten konnten. Um die dafür versprochene Erhöhung des Stundenlohns mussten jeder Mitarbeiter aber kämpfen und hat zumeist die Segel gestrichen.

Im Laufe der Jahre kamen andere Verlage und Aufgabenfelder hinzu. Multis waren jetzt an der Tagesordnung. Die meisten Kollegen und Kolleginnen telefonieren heute für die HAZ, die NEUE PRESSE, die Hildesheimer Allgemeine Zeitung, das Göttinger und Eichsfelder Tageblatt, die Oberhessische Presse, die Schaumburger Nachrichten, die Kieler Nachrichten, die Waldecksche und Frankenberger Zeitung und die Cellesche Zeitung sowie für die jeweiligen regionalen Anzeigenblätter, fürs die Onlineservicecenter und andere Angebote der jeweiligen Homepages und immer mal wieder für Sonderaufgabe wie für die Stuttgarter Zeitung und für die Anzeigenblätter aus dem Bereich PAZ/WAZ/AZ oder als Gewinnhotline. Alle diese Aufgaben liefen bis vor einem Jahr noch gleichzeitig mit der Eingabe und Bearbeitung von schriftlichen Aufträgen ab. Dieser Bereich wurde durch die Wiedereinsetzung eines BackOffice etwas entlasstet.

Die Mehrarbeit ist immens, aber jeder Kollege und jede Kollegin, die um eine Lohnerhöhung baten, wurden abgelehnt oder bekamen Funktionszulagen für zusätzliche Arbeiten.

Seit ver.di im März 2013 mit dem Wunsch in Tarifverhandlungen zu treten an die Geschäftsleitung herangetreten ist, haben zumindest sehr langjährige Mitarbeiterinnen eine 10%-ige Erhöhung ihres Lohnes erhalten, wobei dabei die Damen, die bereits eine Funktionszulage bekamen, zunächst nicht berücksichtigt wurden und sich selbst in Erinnerung bringen mussten.

Die Erhöhung traf aber nicht auf viele zu. Es gibt wegen der Arbeitsbelastung und dem stagnierenden Gehalt einen raschen Wechsel in der Belegschaft.

Selbst der Verlagsleiter der HAZ und NEUEN PRESSE, Günter Evert, sagte bei der offiziellen Ankündigung der Erhöhung für langjährige Mitarbeiter, dass er nicht mehr hier arbeiten würde, wenn er zehn Jahre den selben Lohn erhalten hätte.

Wir fordern einen HAUSTARIF fürs KSC, damit sich unsere Arbeit lohnt.

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